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Frequently Asked Questions (Häufig gestellte Fragen)

F: Muss ich als Betreuer die Pflege übernehmen oder Einkäufe tätigen ?
A: Nein, als gesetzlicher Vertreter obliegt es Ihnen, diese Dienste zu installieren und zu kontrollieren, aber nicht selber auszuführen.

F: Was bedeutet BtV?
A: Wir nutzen diese Abkürzung für den Betreuungsverein.

F: Kann ich eine Aufwandsentschädigung erhalten?
A: Ja, es steht allen ehrenamtlichen BetreuerInnen eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 399 € zu. Diese muss beim zuständigen Amtsgericht beantragt werden. Die Kosten trägt die Staatskasse bei Mittellosen, ansonsten erfolgt ein Beschluss gegen das Vermögen des Betreuten.
Bitte beachten:
Die Geltendmachung der Aufwandsentschädigung ist fristgebunden. Es handelt sich um eine Ausschlussfrist, die durch das Gericht nicht verlängert werden und nach deren Ablauf nicht mehr geltend gemacht werden kann. Die Frist beginnt mit dem auf die Bestellung des Betreuers folgenden Jahrestag. Der Anspruch muss bis zum 31.03. des folgenden Kalenderjahres geltend gemacht werden. ( § 1835a BGB ). Maßgeblich ist der Eingang beim Gericht.
Nähere Informationen und Erläuterungen finden Sie auch in der Bröschüre des Landes Schleswig-Holstein.

F: Ich finde immer wieder die Abkürzung BtÄndG
A: Das bedeutet Betreuungsrechtsänderungsgesetz. Es gab bereits drei davon, 1999, 2005 und 2009.

F: Der Betreuungsverein bietet Beratungen an, was kosten diese?
A: Alle Beratungen, für Fragen zur Betreuung oder zur Vorsorge, sind kostenfrei. Eine Mitgliedschaft im Verein ist hierfür nicht erforderlich. Das gilt im Übrigen für die meisten Veranstaltungen.

F: Was bedeutet Verfahrenspflegschaft ?
A: Der Verfahrenspfleger hat in Deutschland die Aufgabe, im Verfahren vor dem Betreuungsgericht (auf Bestellung eines Betreuers oder Anordnung einer Unterbringung) die Interessen des Betroffenen zu vertreten und kann hier Anträge stellen, Rechtsmittel einlegen und an den Anhörungen teilnehmen. Er hat, ähnlich wie ein Rechtsanwalt, als Parteivertreter die gleichen Rechte und Pflichten für seinen "Mandanten". Für ihn gelten daher auch die gleichen Bestimmungen zum Datenschutz, zur Dokumentation (Aktenhaltung) und Aussageverweigerungsrecht.